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Kostenlose Webseite erstellen: Was Baukästen wirklich kosten und wann es sich lohnt

Eine erste kostenlose Webseite steht an einem Nachmittag. Was die Gratis-Tarife von Wix, Jimdo, WordPress.com und Google Sites wirklich können, was das kleinste Upgrade kostet und wann sich das für einen Betrieb lohnt.

Du kannst eine Webseite kostenlos erstellen: Wix, Jimdo, WordPress.com und Google Sites haben dafür Gratis-Tarife ohne Grundgebühr. Eine erste Version steht an einem Nachmittag.

Du bezahlst nur nicht mit Geld. Deine Seite läuft unter der Adresse des Anbieters, bei drei der vier Anbieter erscheint Werbung oder ein Anbieter-Hinweis, und die Funktionen sind begrenzt. Für eine Vereinsseite oder ein privates Projekt ist das ein fairer Tausch. Für einen Betrieb, der über die Seite Kunden gewinnen will, landest du meist beim kleinsten Bezahltarif. Was der kostet, wie du die Gratis-Seite baust und woran du merkst, dass du mehr brauchst, steht hier.

Die vier gängigen Gratis-Wege (Stand: 29. Oktober 2026)

Alle Angaben stammen von den Preis- und Hilfeseiten der Anbieter, abgerufen am 29. Oktober 2026. Die Upgrade-Preise gelten bei Vorauszahlung für ein Jahr. Preise ändern sich, prüf sie vor dem Abschluss noch einmal.

WIX
Adresse: name.wixsite.com/seite
Werbung: Wix-Hinweis, teils Anzeigen
Grenzen: kein Shop, keine externen Analyse-Tools
Kleinstes Upgrade: Light: 16,66 €/Monat inkl. MwSt., jährlich
JIMDO
Adresse: name.jimdosite.com
Werbung: ja
Grenzen: 5 Unterseiten, 5 GB, keine Statistik
Kleinstes Upgrade: Start: 12 €/Monat inkl. MwSt., 12 Monate
WORDPRESS.COM
Adresse: WordPress.com-Subdomain
Werbung: WordPress.com-Werbung
Grenzen: 1 GB Speicher
Kleinstes Upgrade: Persönlich: 4 €/Monat zzgl. Steuern, jährlich
GOOGLE SITES
Adresse: sites.google.com/view/name
Werbung: keine
Grenzen: wenige Gestaltungsoptionen
Eigene Domain: verbindbar, kaufst du selbst

Wix

Bei Wix schiebst du Elemente frei über die Seite. Im Gratis-Plan kannst du laut Wix keine externen Analyse-Tools wie Google Analytics verbinden und keinen Shop betreiben. Das kleinste Paket „Light“ kostet 16,66 € im Monat inklusive Mehrwertsteuer, knapp 200 € im Jahr, mit eigener Domain (im ersten Jahr gratis), 2 GB Speicher und ohne Wix-Werbung.

Jimdo

Jimdo gibt mehr Struktur vor, du musst weniger selbst entscheiden. Im Free-Tarif fehlen eigene Domain, eigene E-Mail-Adresse, Besucherstatistik und erweiterte SEO-Einstellungen. „Start“ kostet 12 € im Monat inklusive Mehrwertsteuer bei 12 Monaten Laufzeit, also 144 € im Jahr, mit Domain und ohne Werbung. Mit „Grow Legal“ bietet Jimdo außerdem ein Paket an, das Rechtstexte enthält.

WordPress.com

WordPress.com ist die gehostete Variante von WordPress und passt, wenn du vor allem Beiträge schreiben willst. „Persönlich“ kostet 4 € im Monat bei jährlicher Zahlung (9 € bei monatlicher), jeweils zuzüglich Steuern, und bringt Werbefreiheit, 6 GB Speicher und eine Domain für das erste Jahr. Eigene Plugins installierst du laut WordPress.com erst ab dem Tarif Business (25 € im Monat bei jährlicher Zahlung).

Google Sites

Google Sites ist mit einem Google-Konto kostenlos und blendet keine Werbung ein. Laut Google-Hilfe kannst du eine eigene Domain verbinden, die du vorher bei einem Domain-Anbieter kaufst. Dafür sind die Gestaltungsmöglichkeiten schlicht: Für eine Info-Seite reicht das, für einen Auftritt mit eigener Handschrift eher nicht.

Mehr zur Wahl zwischen den Bezahl-Einstiegen steht in Wix oder Jimdo und im Baukasten-Vergleich.

So erstellst du die Gratis-Seite

  1. Anbieter wählen und Konto anlegen. Entscheide vorher, ob du später eine eigene Domain willst. Ein Wechsel des Anbieters heißt meist: neu bauen.
  2. Vorlage nehmen, die deinem Inhalt am nächsten kommt. Nicht die schönste. Eine Vorlage für Restaurants passt schlecht zu einem Verein.
  3. Seiten anlegen: Startseite, Angebot, Kontakt, Impressum, Datenschutz. Bei Jimdo Free sind 5 Unterseiten das Limit, das wird damit knapp.
  4. Texte und eigene Fotos einsetzen. Hier steckt die meiste Zeit. Die Platzhalter der Vorlage fallen sofort auf, wenn einer stehen bleibt.
  5. Auf dem Handy prüfen und veröffentlichen. Danach die Adresse einmal bei Google suchen. Es kann einige Tage dauern, bis die Seite erscheint.

Wie viel Zeit für Inhalte und Pflege realistisch zusammenkommt, steht im Guide Webseite selbst erstellen.

Was „kostenlos“ in der Praxis heißt

Adresse und Werbung gehören dem Anbieter

Eine Adresse wie baeckerei-mueller.jimdosite.com funktioniert, wirkt aber wie ein Provisorium, und neben deinem Angebot steht Werbung oder ein Hinweis auf den Anbieter. Davon lebt das Gratis-Angebot. Wechselst du später auf eine eigene Domain, ziehst du um: Links, die andere auf die alte Adresse gesetzt haben, zeigen weiter dorthin. Wer ernsthaft plant, nimmt die eigene Domain von Anfang an. Wie Domain und Mail zusammenspielen, steht in Domain und E-Mail-Adresse einrichten.

Impressum und Datenschutz bleiben bei dir

Der Baukasten stellt die Technik, die rechtlichen Angaben auf deiner Seite verantwortest du selbst, egal ob gratis oder bezahlt. Die Impressumspflicht steht in § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG) und gilt für geschäftsmäßige Angebote, also auch für einen kleinen Betrieb auf einer Gratis-Seite. Ausgenommen sind rein private Seiten. Dazu kommt die Datenschutzerklärung nach der DSGVO. Was jeweils hineingehört, steht in der Checkliste zu Impressum und Datenschutz.

Wofür der Gratis-Baukasten wirklich reicht

Für viele Zwecke ist die kostenlose Webseite die richtige Wahl, und Geld auszugeben lohnt nicht. Für eine Hochzeitsseite oder ein Hobby-Projekt reicht kostenlos. Ein Verein, der Termine, Ansprechpartner und den Weg zum Platz zeigen will, kommt mit Google Sites oder Jimdo Free gut aus. Was eine Vereinsseite braucht, steht in Vereinswebsite erstellen.

Auch für Selbstständige gibt es einen guten Grund: eine Idee testen, bevor Geld fließt. Ob dir Struktur und Texte gelingen, lernst du kostenlos genauso gut. Erst wenn die Seite öffentlich für deinen Betrieb stehen soll, ändert sich die Rechnung.

GRATIS REICHT
  • Hochzeit, Hobby, Familienseite
  • Verein mit Terminen und Kontakt
  • Idee testen, bevor Geld fließt
GRATIS REICHT NICHT
  • Die Seite soll Anfragen bringen
  • Kunden suchen dich bei Google
  • Adresse und E-Mail stehen auf Visitenkarte und Auto

Ab wann es für einen Betrieb zu wenig ist

In meinen Erstgesprächen geht es selten um kostenlos oder teuer, sondern darum, ob die Seite eine Aufgabe hat. Soll sie Kunden bringen, wird es an drei Stellen eng.

Anfragen gewinnen. Eine Seite, die Kunden bringt, führt Besucher zu einem klaren nächsten Schritt: anrufen, schreiben, Termin anfragen. Das geht auch im Baukasten. Bei Jimdo Free fehlt aber die Statistik, im Gratis-Plan von Wix lässt sich kein externes Analyse-Tool verbinden. Dann siehst du nicht, ob überhaupt jemand kommt.

Bei Google gefunden werden. Wer „Maler Leipzig“ sucht, findet Seiten, die genau diese Leistung an diesem Ort beschreiben. Dünne Inhalte machen das schwer, bei Jimdo Free fehlen zudem die erweiterten SEO-Einstellungen. Für lokale Betriebe ist das Google-Unternehmensprofil oft der erste Kontakt, die Website muss danach halten, was das Profil verspricht.

Der erste Eindruck. Wer dich nicht kennt, prüft schnell, ob du seriös wirkst. Werbung, eine Gratis-Adresse und eine Gmail-Adresse im Kontakt sind keine Katastrophe, aber sie zeigen, dass gespart wurde. Kommen alle Kunden über Empfehlung, stört das kaum. Suchen sie dich im Netz, schon eher.

Das kleinste Upgrade bringt eigene Domain und Werbefreiheit. Gute Texte und echte Fotos bleiben deine Arbeit. Was eine Website über den Start hinaus kostet, schlüsselt Laufende Kosten einer Website auf.

Checkliste: Woran du eine Website erkennst, die Kunden bringt

  • Eigene Domain und passende E-Mail-Adresse, die auf Visitenkarte und Rechnung stehen.
  • In fünf Sekunden klar: was du machst, für wen, wo.
  • Ein nächster Schritt auf jeder Seite: Telefonnummer zum Antippen, Anfrage, Termin.
  • Auf dem Handy einwandfrei, dort schauen viele zuerst.
  • Echte Belege: eigene Fotos, Referenzen, Bewertungen.
  • Impressum und Datenschutzerklärung vollständig und von jeder Seite erreichbar.

Fehlt nur die Domain, reicht das kleinste Upgrade. Fehlen Inhalte, Belege und ein klarer nächster Schritt, hilft kein Tarifwechsel.

Der kurze Weg

Das hier ist der Teil, in dem ich dir mein Angebot zeige. Die Anleitung oben funktioniert auch ohne.

Lieber gleich professionell? Ich baue dir kostenlos einen Entwurf deiner neuen Startseite.

Du beantwortest ein paar Fragen zu deinem Betrieb und dazu, wen du erreichen willst. Ich setze daraus einen Entwurf deiner Startseite um, den du dir in Ruhe ansiehst. Danach entscheidest du, ob du weitermachst. Kostenlosen Entwurf anfragen

Häufige Fragen

Ist eine kostenlose Website wirklich kostenlos?

Ja, die Gratis-Tarife von Wix, Jimdo, WordPress.com und Google Sites kosten kein Geld. Du bezahlst mit der Adresse des Anbieters, bei Wix, Jimdo und WordPress.com mit eingeblendeter Werbung oder einem Anbieter-Hinweis und mit eingeschränkten Funktionen. Dazu kommt deine eigene Zeit für Texte, Fotos und Pflege.

Brauche ich für eine kostenlose Website ein Impressum?

Die Impressumspflicht nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz hängt nicht am Tarif, sondern daran, ob die Seite geschäftsmäßig ist. Für einen Betrieb gilt sie also auch auf einer Gratis-Seite. Ausgenommen sind rein private Seiten. Für den Betrieb kommt eine Datenschutzerklärung nach der DSGVO hinzu.

Kann ich bei einer kostenlosen Website eine eigene Domain nutzen?

Bei Google Sites ja: Du kaufst die Domain bei einem Domain-Anbieter und verbindest sie. Bei Wix, Jimdo und WordPress.com gibt es die eigene Domain erst im Bezahltarif. Im kleinsten Tarif ist sie für das erste Jahr bzw. die erste Vertragslaufzeit inklusive (Stand 29.10.2026).

Welcher kostenlose Baukasten ist der beste?

Das hängt vom Zweck ab. Google Sites ist werbefrei und schlicht. Jimdo gibt viel Struktur vor, Wix lässt dir mehr gestalterische Freiheit, WordPress.com passt, wenn du vor allem Beiträge schreiben willst.

Kann ich später von der kostenlosen Version upgraden?

Ja, Wix, Jimdo und WordPress.com bieten das Upgrade direkt für die bestehende Seite an, bei Jimdo laut Anbieter jederzeit. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter bedeutet dagegen in der Regel, die Seite dort neu zu bauen.

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