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Was kostet eine Website wirklich? Laufende Kosten aufgeschlüsselt

Der Projektpreis ist nur der Anfang. Welche laufenden Kosten eine Website wirklich hat — und wie du Angebote über drei Jahre vergleichst.

Webdesign Kosten

Auf dem Angebot steht eine Zahl: 3.000 €, 5.000 €, vielleicht mehr. Die meisten lesen sie als den Preis der Website. Tatsächlich ist sie nur der Eintritt. Eine Website kostet danach weiter — jeden Monat, jedes Jahr. Nicht dramatisch viel, aber verlässlich. Und wer die Posten nicht kennt, vergleicht Angebote, die sich gar nicht vergleichen lassen.

Deshalb hier die Aufschlüsselung: die vier Kostenblöcke im Betrieb, was sie am Markt kosten (Stand Juli 2026) — und eine Beispielrechnung über drei Jahre. Was die Erstellung kostet und warum, habe ich in Kosten für Webdesign aufgeschrieben; hier geht es um alles danach.

Block 1: Domain, Hosting, SSL — der kleine, bekannte Teil

Die Domain ist deine Adresse im Netz. Eine .de-Domain kostet je nach Anbieter etwa 10 bis 15 € im Jahr. Wichtiger als der Preis: Sie muss auf deinen Namen registriert sein, nicht auf den deines Dienstleisters — sonst gehört ihm deine Auffindbarkeit.

Das Hosting ist der Server, auf dem deine Seite liegt. Einfache Pakete bei deutschen Anbietern wie IONOS, Strato oder all-inkl kosten 5 bis 10 € im Monat. Achte auf die Preisstruktur: Viele Angebote sind im ersten Jahr billig und werden danach regulär teurer — rechne mit dem Folgepreis, nicht mit dem Lockpreis.

Das SSL-Zertifikat (das Schloss in der Browserzeile) ist heute Standard und in ordentlichen Hosting-Paketen kostenlos enthalten. Wer dir für eine normale Firmenwebsite ein Zertifikat als Extra-Posten berechnet, verkauft dir etwas, das nichts kostet.

Zusammen sind das 10 bis 20 € im Monat. Das ist der Teil, den jeder auf der Rechnung erwartet. Es ist auch der kleinste.

Block 2: Wartung und Updates — der unterschätzte Teil

Eine Website ist Software. Das CMS bekommt Updates, Plugins bekommen Updates, der Server wechselt irgendwann die PHP-Version. Wer nichts davon einspielt, sammelt Sicherheitslücken — und irgendwann funktioniert das Kontaktformular nicht mehr, ohne dass es jemand merkt.

Deshalb gibt es Wartungsverträge. Für WordPress-Seiten sind 59 bis 149 € netto im Monat marktüblich, je nach Umfang auch deutlich mehr. Enthalten sind typischerweise Updates, Backups und Sicherheits-Checks. Das klingt nach viel Geld für unsichtbare Arbeit — bis man weiß, was die Alternative kostet: Eine gehackte Seite ist offline, verschickt Spam oder verteilt Schadsoftware an deine Kunden, und die Bereinigung kostet mehr als Jahre an Wartung.

Ehrlicherweise hängt dieser Posten stark von der Technik ab. Eine Seite ohne Plugin-System hat weniger Angriffsfläche und braucht weniger Pflege. Die Wartungskosten sind also keine Naturkonstante — sie sind eine Folge der Technologie-Entscheidung am Anfang.

Block 3: Änderungen — der unberechenbare Teil

Neue Öffnungszeiten, neue Preise, eine Mitarbeiterin geht, ein Angebot kommt dazu. Solche Änderungen sind der Posten, den fast niemand einplant — und der am meisten Ärger macht, weil er nicht planbar ist.

Viele Agenturen rechnen Änderungen nach Stunden ab oder verkaufen Pakete; im Projektgeschäft kosten zusätzliche Korrekturrunden schnell 500 bis 1.500 €. Die Folge kennst du von unzähligen Firmenwebsites: Es wird einfach nichts mehr geändert. Die Speisekarte von vorletztem Jahr, das Team-Foto mit zwei Leuten, die längst weg sind.

Das ist die teuerste Variante von allen. Eine eingefrorene Website spart Rechnungen — und kostet stattdessen Kunden, die auf veraltete Preise vertrauen oder gleich weiterklicken. Nur taucht dieser Posten in keiner Buchhaltung auf.

Drei Wege, dieselbe Rechnung

Wie sich die Blöcke summieren, hängt vom Modell ab. Drei typische Wege, jeweils über drei Jahre gerechnet:

Selbst betreiben

Baukasten (Wix, Jimdo, Strato) für 15 bis 50 € im Monat, oder eigenes Hosting für rund 10 €. Über drei Jahre: etwa 500 bis 1.800 €. Der Geldposten ist klein — bezahlt wird in deiner Zeit. Bauen, texten, aktualisieren, Probleme googeln: alles du. Für manche Fälle ist das völlig in Ordnung, dazu gleich mehr.

Kaufen plus Wartungsvertrag

Eine solide kleine Firmenwebsite für 4.000 €, dazu Hosting und Domain (rund 15 €/Monat), ein Wartungsvertrag (rund 100 €/Monat) und zwei, drei bezahlte Änderungen im Jahr. Über drei Jahre kommen so grob 9.500 € zusammen — mehr als die Hälfte davon nach dem Launch. Genau deshalb führt der Vergleich über den Projektpreis in die Irre: Die Zahl auf dem Angebot ist nicht mal die halbe Rechnung.

Betreuungs-Abo

Vorweg, der Transparenz halber: Das ist mein eigenes Modell, die Zahlen sind meine echten Preise — keine neutrale Beratung. Bei mir kostet eine Website 100 € Einrichtung und dann 49 € im Monat, monatlich kündbar. Darin stecken alle vier Blöcke: Hosting, Updates, Sicherheit und vier Änderungs-Tickets pro Monat — Inhalte änderst du außerdem jederzeit selbst über dein Dashboard. Über drei Jahre: 1.864 €, ohne Überraschungsposten.

Der Punkt ist nicht „Abo ist immer billiger“. Der Punkt ist: Alle Kosten stehen in einer Zahl, vorher. Und der Vergleich hinkt dort, wo dein Projekt groß ist — ein Onlineshop oder eine 40-Seiten-Plattform passt in kein 49-€-Abo. Worauf du bei Abo-Modellen vertraglich achten musst (Domain, Laufzeit, Ausstieg), steht ausführlich in Website mieten statt kaufen.

Wann du fast nichts zahlen musst

Auch das gehört zur ehrlichen Rechnung: Nicht jeder braucht laufende Betreuung.

Ein Verein, ein Hobbyprojekt, ein reines Namensschild im Netz — dafür reicht ein Baukasten, und die 15 € im Monat sind gut angelegt. Wer IT-Kompetenz im Haus hat, betreibt seine Seite am günstigsten selbst; die Pflege, für die andere zahlen, ist dann Eigenleistung.

Für alle dazwischen — professionelle Seite gewünscht, niemand da, der sie pflegt — gilt eine einfache Regel: Rechne jedes Angebot auf drei Jahre hoch. Projektpreis plus 36 Monate Betrieb, alle Posten. Erst diese Zahl lässt sich vergleichen. Wie ich das handhabe, steht offen auf meiner Webdesign-Seite — inklusive aller Preise, damit du genau diese Rechnung machen kannst.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website pro Monat im Betrieb?

Domain und Hosting kosten zusammen etwa 10–20 € im Monat. Mit professioneller Wartung kommen meist 59–149 € dazu (Stand Juli 2026). Kleine Firmenwebsites liegen im Betrieb insgesamt oft zwischen 100 und 500 € monatlich — je nach Umfang und danach, ob Änderungen enthalten sind.

Kann ich mir die laufenden Kosten sparen und die Website einfach stehen lassen?

Domain und Hosting laufen immer weiter, die sparst du nie. Wartung weglassen geht bei CMS-Seiten selten gut: Ohne Updates sammeln sich Sicherheitslücken, und die Bereinigung einer gehackten Seite kostet mehr als Jahre an Pflege. Statische Seiten ohne Plugin-System verzeihen deutlich mehr.

Was ist der Unterschied zwischen Wartung und Änderungen?

Wartung hält die Technik am Laufen: Updates, Backups, Sicherheit. Änderungen betreffen Inhalte und Funktionen — neue Texte, Preise, Seiten. Viele Wartungsverträge enthalten keine Änderungen; genau daraus entstehen die Überraschungsrechnungen nach dem Launch.

Warum ist WordPress-Wartung so teuer?

Weil WordPress samt Plugins laufend Updates braucht und danach jemand prüfen muss, ob noch alles funktioniert. 59–149 € netto im Monat sind dafür marktüblich. Websites ohne Plugin-System haben weniger Angriffsfläche — dort fällt der Posten kleiner aus.

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