Für eine kleine Firmenseite mit drei bis fünf Seiten zahlst du in Deutschland 2026 beim Freelancer meist 1.500 bis 3.500 Euro, in der Agentur 3.000 bis 6.000. Eine mehrseitige Unternehmensseite liegt beim Freelancer bei 4.000 bis 10.000 Euro, in der Agentur bei 8.000 bis 20.000. Ein einfacher Onlineshop beginnt bei etwa 8.000 Euro. Stundenweise rechnen Freelancer mit 50 bis 120 Euro, Agenturen mit 80 bis 180 Euro. Dazu kommen 535 bis 2.150 Euro im Jahr für den Betrieb, und dieser Posten überrascht die meisten mehr als der Bau.
Damit ist die Frage beantwortet und gleichzeitig nicht. Zwischen 1.500 und 6.000 Euro liegt Faktor vier, und über den entscheidest zu großen Teilen du: über den Umfang, über die Inhalte und darüber, wie viel Vorarbeit du mitbringst.
Webdesign-Preise 2026: vier Wege, vier Rechnungen
Es gibt vier übliche Wege zu einer Website. Sie unterscheiden sich im Ergebnis und darin, wie und wann du zahlst.
| Weg | Einmalig | Laufend | Sinnvoll, wenn |
|---|---|---|---|
| Baukasten, selbst gebaut | nur deine Zeit | 15 bis 45 €/Monat | drei bis fünf Seiten, du tippst selbst, niemand muss dich über Google finden |
| Freelancer | 1.500 bis 10.000 € | Hosting und Pflege extra | du willst eine Ansprechperson und individuelles Design |
| Agentur | 3.000 bis 20.000 € | Wartungsvertrag, oft ab 100 €/Monat | Shop, mehrere Sprachen, Schnittstellen, Team im Hintergrund |
| Abo oder Monatsmodell | 0 bis 800 € Einrichtung | 40 bis 150 €/Monat | du willst planbar zahlen statt eine große Summe vorab |
Die Projektspannen und die Stundensätze weiter unten stammen aus zwei aktuellen deutschen Preisübersichten, abgerufen am 12. September 2026: kopfundstift.de (Stand 11.09.2026) und inventivo.de (aktualisiert 02.07.2026), dazu vier weitere Übersichten deutscher Anbieter (magnet-seiten.de, tricks.de, graphek.de, webfeinschliff.de, abgerufen im August 2026). Die Zeile zum Abo-Modell ist keine Quellenangabe, sondern meine eigene Marktbeobachtung: Für diesen Weg gibt es bisher keine belastbare Übersicht.
An den Rändern widersprechen sich die sechs Quellen deutlich. Das ist der ehrlichste Befund daran: Es gibt keinen Marktpreis für Webdesign, es gibt Kalkulationen. Spiel deinen Fall einmal durch:
Und dann ich
Planbar statt große Einmalsumme
Der Rechner oben zeigt den Markt, nicht mein Angebot. Ich rechne anders: KI-gestützt gebaut, dafür planbar statt in einer großen Summe vorab. 549 € Einrichtungsgebühr, dann 49 €/Monat, monatlich kündbar, Pflege und Hosting sind drin. Bezahlt wird erst, wenn die Seite gefällt.
Das ist mein Angebot und kein neutraler Marktwert. Halt es ruhig gegen die Zahlen oben.
So funktioniert dasFalls du zwischen den ersten beiden Wegen schwankst, hilft der Vergleich der Website-Baukästen mehr als jede Preisliste. Und wenn die Frage eher Freelancer oder Agentur lautet, steht die Abwägung in einem eigenen Beitrag.
Was ein Webdesigner pro Stunde kostet
Die Stundensätze streuen ähnlich breit wie die Projektpreise. Die beiden oben genannten Übersichten nennen für Deutschland 2026:
- nebenberuflich oder Einstieg: 30 bis 50 €
- Freelancer: 50 bis 120 €
- Agentur: 80 bis 180 €
- spezialisierte oder größere Agentur: 150 bis 250 €
Allein sagt die Zahl wenig. Ein Designer für 120 Euro, der die Struktur nach zwei Terminen stehen hat, ist am Ende billiger als einer für 60 Euro, der drei Wochen im Kreis läuft. Der Stundensatz wird erst zusammen mit einer Schätzung interessant: Wie viele Stunden veranschlagt er wofür? Wer diese Aufteilung nicht nennen will, hat das Projekt nicht durchdacht.
Was den Preis wirklich treibt
In den Angeboten steht meist Design, Umsetzung, Testing. Die Kosten entstehen woanders.
Die Inhalte. Der größte Preistreiber ist die Frage, wer die Texte schreibt und woher die Bilder kommen. Texte kosten Zeit, egal wer sie liefert. Wenn du sie selbst schreibst, sinkt der Aufwand auf der Rechnung deutlich; wenn du sie lieferst, aber erst nach dem dritten Erinnern, kostet das Projekt trotzdem mehr, weil es sich zieht. In meinem eigenen Anfrage-Formular gibt es dafür eine eigene Frage mit vier Antworten: Bilder und Texte da, nur Texte, nur Bilder, noch nichts. Diese eine Antwort sagt mehr über die Dauer eines Projekts als die Zahl der Seiten. Wie du dir das erleichterst, steht in der Anleitung zum Texte-selbst-Schreiben.
Individuell oder Vorlage. Eine gekaufte Vorlage anzupassen dauert Tage, ein eigenes Design Wochen. Beides ist legitim. Eine Vorlage wird dann teuer, wenn dein Angebot nicht in ihr Raster passt und am Ende mehr umgebaut als eingerichtet wird.
Funktionen. Kontaktformular und Karte sind Standard. Shop, Terminbuchung, Mitgliederbereich, mehrere Sprachen oder eine Anbindung an deine Warenwirtschaft sind eigene Projekte im Projekt. Jede dieser Funktionen bringt zusätzlich laufende Kosten mit.
Sichtbarkeit. Eine Seite, die gefunden werden soll, braucht für jede Leistung eine eigene Seite mit eigenem Text. Das ist der Grund, warum dieselbe Firma einmal mit fünf und einmal mit fünfzehn Seiten kalkuliert wird. Wenn dich niemand über Google suchen muss, weil du über Empfehlungen lebst, kannst du diesen Posten streichen. Aus fünfzehn Seiten werden dann wieder fünf.
Abstimmungswege. Zwei Entscheider und drei Korrekturrunden sind einkalkuliert. Fünf Beteiligte, die nacheinander Meinungen nachreichen, sind es nicht. Das ist der Posten, der sich am schlechtesten schätzen lässt, weil er nicht an der Arbeit hängt, sondern an Terminen. Mehr Arbeit entsteht dabei nicht, nur mehr Wartezeit, bezahlt wird sie trotzdem.
Barrierefreiheit, aber nur für manche. Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Betroffen ist erst, wer über die Website verkaufen oder buchen lässt und dabei kein Kleinstunternehmen mehr ist, also ab zehn Beschäftigten oder mehr als zwei Millionen Euro Umsatz und Bilanzsumme. Für die kommt Barrierefreiheit als eigener Posten dazu. Für eine Infoseite und für die meisten kleinen Betriebe ändert sich am Preis nichts. Wer wirklich betroffen ist, steht in der Übersicht zur Barrierefreiheits-Pflicht.
Die Posten, die im Angebot fehlen
Fast jede Kostenrechnung für Webdesign hört beim Launch auf. Danach geht es weiter. Die beiden oben genannten Übersichten nennen pro Jahr:
- Domain: 10 bis 50 €
- Hosting: 25 bis 600 €, je nach Technik und Besucherzahl
- Updates und Wartung: 300 bis 1.000 € bei einer kleinen Seite
- Lizenzen für Vorlage, Erweiterungen, Schriften und Bilder: 200 bis 500 €
- Inhaltspflege: entweder deine Zeit oder der Stundensatz von oben
Addiert sind das 535 bis 2.150 Euro im Jahr, je nach Technik und Betreuungstiefe. Mit Agenturvertrag wird daraus schnell mehr: Eine der beiden Übersichten rechnet für Unternehmensseiten 1.670 bis 7.050 Euro jährlich, inklusive Lizenzen und Datenschutz-Werkzeugen. Die laufenden Kosten einer Website und die Frage, wann ein Wartungsvertrag sich lohnt, haben eigene Beiträge, weil sie über die Jahre mehr ausmachen als der Bau.
Was Webdesign je Branche kostet
Preislisten sortieren gern nach Branche. Eine der beiden Übersichten (kopfundstift.de, Stand 11.09.2026) nennt:
- Handwerk und Bau: 2.500 bis 6.000 €
- Ärzte und Praxen: 3.500 bis 8.000 €
- Zahnärzte: 4.000 bis 9.000 €
- Kanzleien: 4.000 bis 9.000 €
Der eigentliche Befund steckt darin, wie eng diese Zahlen beieinander liegen. Ärzte, Zahnärzte und Kanzleien, drei Branchen mit völlig verschiedenen Anforderungen, treffen sich im selben Korridor, und eine Zahnarztpraxis mit Online-Terminvergabe landet in derselben Spanne wie eine Kanzlei mit fünf Textseiten. Die Branche erklärt den Preis also nicht, sie beschreibt nur, was in dieser Branche üblicherweise gebraucht wird. Rechne deshalb deine Funktionen zusammen und nicht dein Gewerbe.
Warum es auch für 500 Euro geht
Angebote für ein paar hundert Euro sind kein Betrug, sie sind eine andere Rechnung. Meist ist eine gekaufte Vorlage enthalten, die Inhalte kommen von dir, Korrekturrunden sind gedeckelt, und nach der Übergabe endet die Zuständigkeit. Das kann genau richtig sein, wenn du eine Seite zum Herzeigen brauchst.
Teuer wird dieser Weg erst, wenn danach etwas gebraucht wird, das nicht vorgesehen war: eine zweite Sprache, ein Update, das die Vorlage bricht, oder jemand, der drei Jahre später noch weiß, wo die Seite liegt. Rechne solche Angebote nicht gegen den Preis, sondern gegen die Frage, wer im Februar den Hörer abnimmt.
Das Monatsmodell aus dem Rechner-Block oben sieht auf den ersten Blick wie so ein Billigangebot aus, ist aber die Gegenrechnung dazu: Die Einrichtung deckt die Startseite als Onepager samt Impressum und Datenschutzerklärung, eigene Unterseiten kommen einmalig je Seite dazu, und Pflege, Hosting und Zuständigkeit laufen im Monatsbeitrag weiter. Genau deshalb kann ich die Einstiegssumme klein halten. Wer den Vergleich anstellt, sollte beides nebeneinanderlegen: was der Aufbau kostet und wer danach zuständig ist.
Woran du ein Angebot prüfst
Du musst kein Webdesign können, um ein Angebot zu bewerten. Es reicht, sechs Dinge nachzulesen: die Zahl der Seiten, wer Texte und Bilder liefert, wie viele Korrekturrunden enthalten sind, was nach dem Launch passiert, wem Domain und Zugänge gehören, und ob der Preis fest ist oder eine Schätzung nach Aufwand. Fehlt einer dieser Punkte, ist der Preis nicht zu niedrig oder zu hoch, sondern unvollständig.
Zwei Angebote sind nur vergleichbar, wenn in beiden dieselbe Seitenzahl und dieselbe Textverantwortung steht. Sonst vergleichst du eine Rechnung mit einer Hoffnung.
Und eine ehrliche Schlussbemerkung: Wenn du eine dreiseitige Visitenkarte brauchst, alles selbst tippst und niemand dich über Google finden muss, reicht ein Baukasten wirklich. Sobald die Seite Anfragen bringen soll, wird sie zur Investition, und dann zählt nicht der Preis, sondern was hinter ihm steckt.
Häufige Fragen
Was kostet Webdesign für eine kleine Firma?
Für eine Firmenseite mit drei bis fünf Seiten nennen aktuelle Übersichten 1.500 bis 3.500 Euro beim Freelancer und 3.000 bis 6.000 Euro in der Agentur. Dazu kommen 535 bis 2.150 Euro im Jahr für Betrieb und Pflege.
Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
Übliche Stundensätze in Deutschland liegen 2026 bei 50 bis 120 Euro für Freelancer und 80 bis 180 Euro in Agenturen. Nebenberufliche Anbieter rechnen ab 30 Euro, spezialisierte Agenturen bis 250 Euro. Aussagekräftig wird der Satz erst mit einer Stundenschätzung.
Warum sind die Webdesign-Preise so unterschiedlich?
Weil in der einen Zahl eine angepasste Vorlage mit gelieferten Texten steckt und in der anderen Struktur, Texte, Bilder, Funktionen und Betreuung. Wer über Google gefunden werden will, braucht für jede Leistung eine eigene Seite: Aus fünf Seiten werden dann fünfzehn.
Was kostet Webdesign für eine Praxis?
Eine aktuelle Preisübersicht nennt für Ärzte und Praxen 3.500 bis 8.000 Euro und für Zahnärzte 4.000 bis 9.000 Euro. Den Ausschlag gibt weniger die Branche als die Funktionen: Online-Terminvergabe, mehrere Behandler und datenschutzsichere Formulare kosten mehr als eine reine Informationsseite.
Pappelbaum Design
Deine Website, persönlich gebaut.
Onepager, Firmenseite oder Relaunch: Ich baue sie, du pflegst die Inhalte selbst im Dashboard. Monatlich kündbar, bezahlt wird erst, wenn du zufrieden bist.