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Webdenken2. März 2026

Marketingbegriffe und Abkürzungen: 34 Begriffe einfach erklärt

Von USP bis Retargeting: 34 Marketingbegriffe und Abkürzungen als Glossar zum Nachschlagen, in vier Gruppen sortiert und kurz erklärt.

Dieses Glossar ist zum Nachschlagen gedacht, nicht zum Durchlesen. 34 Marketingbegriffe und Abkürzungen, sortiert in vier Gruppen: Strategie & Grundlagen, Marke & Auftritt, Website & SEO, Werbung & Inhalte. Klapp auf, was du gerade brauchst, etwa wenn ein Angebot, ein Tool oder ein Agentur-Gespräch mit Fachbegriffen um sich wirft.

Du musst diese Begriffe nicht auswendig können. Aber wer sie einordnen kann, versteht Angebote schneller, stellt bessere Fragen und merkt eher, wenn hinter großen Worten wenig steckt.

Marketing-Abkürzungen auf einen Blick

Die Kürzel, die in Angeboten und Tools am häufigsten auftauchen. Ausführlich erklärt sind sie weiter unten in ihrer jeweiligen Gruppe.

KürzelAusgeschriebenKurz gesagt
B2B / B2CBusiness to Business / Business to ConsumerDu verkaufst an Unternehmen oder an Privatpersonen
CDCorporate DesignDas sichtbare Erscheinungsbild
CICorporate IdentityDie Gesamtpersönlichkeit dahinter
CPCCost per ClickWas dich ein Klick auf eine Anzeige kostet
CTACall to ActionDie Handlungsaufforderung
CTRClick-Through-RateAnteil der Einblendungen, die zu einem Klick führen
KPIKey Performance IndicatorDie Kennzahl, an der du Erfolg festmachst
ROIReturn on InvestmentWas am Ende von einer Investition zurückkommt
SEASearch Engine AdvertisingBezahlte Anzeigen in der Suche
SEOSearch Engine OptimizationGefunden werden, ohne zu zahlen
USPUnique Selling PropositionDas Alleinstellungsmerkmal

Strategie & Grundlagen

Zielgruppe

Die Menschen, die dein Angebot erreichen soll. Je genauer du sie beschreibst (Branche, Situation, Problem), desto treffsicherer werden Texte, Design und Werbung. Wer alle ansprechen will, spricht am Ende niemanden an. Der Begriff steht bewusst ganz oben: Ohne klare Zielgruppe bleibt alles Weitere hier Theorie.

Positionierung

Der Platz, den du im Kopf deiner Kunden besetzt, im Vergleich zum Wettbewerb: „die Spezialistin für Zahnarztpraxen“, „der mit dem persönlichen Service“, „der Günstigste“. Eine klare Positionierung nimmt dir im Marketing die meisten Entscheidungen ab, weil sie vorgibt, was zu dir passt und was nicht.

USP Alleinstellungsmerkmal

Kurz für Unique Selling Proposition: das, was dein Angebot einzigartig macht: der Grund, dich zu wählen und nicht die anderen. Ehrlicherweise: Ein wirklich einzigartiges Merkmal haben die wenigsten. Eine klare, glaubwürdige Kombination aus Leistung, Haltung und Persönlichkeit reicht meist auch.

Nutzenargument

Beschreibt nicht, was du tust, sondern was der Kunde davon hat. Statt „Ich baue Websites“ lieber „Ich baue Websites, die Anfragen bringen“. Kunden kaufen keine Leistung, sie kaufen die Lösung eines Problems.

Customer Journey Kundenreise

Der Weg vom ersten Kontakt bis zur Entscheidung und darüber hinaus. Praktisch heißt das: Jemand sieht dich bei Google, schaut auf die Website, liest zwei Referenzen, denkt drei Tage nach und ruft dann an. Jede dieser Stationen sollte funktionieren, denn die Reise reißt an der schwächsten ab.

Funnel Trichter

Das Trichter-Bild für den Weg zum Kunden: Oben stehen viele, die dich wahrnehmen, unten die wenigen, die kaufen. Nützlich ist der Funnel vor allem als Diagnose-Werkzeug: Er zeigt, an welcher Stufe du Interessenten verlierst: Sieht dich niemand? Klickt niemand? Fragt niemand an?

Lead

Ein Kontakt mit echtem Interesse: jemand, der angefragt, angerufen oder den Newsletter abonniert hat. Im Marketing die Vorstufe zum Kunden und das, woran sich viele Werbemaßnahmen messen lassen müssen: Wie viele Leads haben sie gebracht?

ROI Return on Investment

Was von einer Investition zurückkommt: Du steckst Geld in Werbung, eine Website oder ein Tool und rechnest gegen, was dabei herauskommt. Bei Anzeigen lässt sich das recht direkt rechnen, bei Branding und SEO nur über längere Zeiträume und mit Annahmen. Wer dir einen exakten ROI für ein Logo vorrechnet, rechnet sich etwas zurecht.

B2B und B2C

Business to Business heißt: Deine Kunden sind Unternehmen. Business to Consumer heißt: Privatpersonen. Der Unterschied ist mehr als eine Vokabel. B2B-Entscheidungen dauern länger, laufen über mehrere Personen und brauchen Belege. B2C-Entscheidungen fallen schneller und emotionaler. Beides verlangt eine andere Website.

KPI Kennzahl

Key Performance Indicator, eine Kennzahl, an der du Erfolg festmachst: Anfragen pro Monat, Conversion-Rate, Platzierung bei Google. Wichtiger als die Abkürzung ist die Frage dahinter: Welche Zahl sagt dir wirklich, ob es läuft, und welche sieht nur gut aus?

Marke & Auftritt

Branding

Alles, was deine Marke wiedererkennbar macht: Logo, Farben, Schrift, Tonfall, Haltung. Gutes Branding sorgt dafür, dass man dich fühlt, nicht nur sieht. Es wirkt langfristig, über Jahre, nicht bis zur nächsten Kampagne.

Corporate Identity CI

Die Gesamtpersönlichkeit deines Unternehmens: Werte, Sprache, Kultur, Auftreten. Die CI ist das Selbstverständnis, das Corporate Design ist ihr sichtbarer Teil.

Corporate Design CD

Das einheitliche Erscheinungsbild: Farben, Schriften, Logo-Anwendung, Gestaltungsregeln, auf Website, Visitenkarte und Social Media dasselbe Bild. Einheitlichkeit ist dabei kein Selbstzweck, sondern das, was Wiedererkennung überhaupt erst möglich macht.

Tonalität Tone of Voice

Wie deine Marke klingt: nüchtern oder verspielt, per Du oder per Sie, kurz angebunden oder ausführlich. Welche Tonalität du wählst, ist Geschmackssache. Dass du sie durchhältst, nicht.

Storytelling

Inhalte als Geschichte statt als Faktenliste: der Ursprung des Unternehmens, ein Kundenprojekt, die Idee hinter einem Produkt. Funktioniert, weil Menschen sich Geschichten merken und Fakten vergessen. Braucht aber Substanz. Eine ausgedachte Gründerlegende merkt man schneller, als einem lieb ist.

Testimonial Kundenstimme

Eine Kundenstimme als Beleg, dass du hältst, was du versprichst. Wirkt stärker als jede Eigenwerbung, vorausgesetzt, echter Name und konkretes Ergebnis stehen dabei. Warum das so gut funktioniert, steht im Artikel über Trust-Elemente.

Website & SEO

SEO Suchmaschinenoptimierung

Alles, was dafür sorgt, dass deine Website bei Google gefunden wird: Technik (Ladezeit, mobile Darstellung), Struktur (Überschriften, interne Links) und vor allem Inhalte, die Suchfragen wirklich beantworten. SEO ist ein Langstreckenlauf, kein Schalter, den man umlegt.

Keyword & Suchintention

Das Keyword ist der Suchbegriff, die Suchintention das, was jemand damit wirklich wissen will. Wer „Website Kosten“ googelt, will Preise sehen, keine Firmengeschichte. Texte, die die Intention verfehlen, ranken nicht, egal wie oft das Keyword drinsteht.

Ranking

Deine Position in den Suchergebnissen zu einem bestimmten Begriff. Ab Seite zwei findet dich praktisch niemand mehr. Deshalb dreht sich im SEO alles um die vorderen Plätze zu den Begriffen, die deine Kunden tatsächlich eingeben.

Landingpage

Eine Seite mit genau einem Ziel, meist passend zu einer Kampagne oder einem Suchbegriff: ein Angebot, eine Botschaft, eine Handlungsaufforderung und möglichst wenig Ablenkung drumherum.

Conversion & Conversion-Rate

Die Conversion ist der Moment, in dem ein Besucher das tut, was die Seite erreichen will: anfragen, buchen, kaufen, abonnieren. Die Conversion-Rate sagt, wie viel Prozent der Besucher das tun, und verrät damit mehr über die Qualität deiner Website als jede Besucherzahl. Wie du das ohne Cookie-Banner misst, steht im Artikel über Tracking ohne Cookies.

Call-to-Action CTA

Die Handlungsaufforderung: „Angebot anfragen“, „Termin buchen“. Klingt banal, fehlt aber erstaunlich oft oder versteckt sich hinter einem vagen „Mehr erfahren“. Ein guter CTA sagt konkret, was als Nächstes passiert.

Absprungrate Bounce Rate

Der Anteil der Besucher, die nach einer einzigen Seite wieder gehen. Hoch ist nicht automatisch schlecht: Wer nur die Öffnungszeiten gesucht und gefunden hat, ist zufrieden abgesprungen. Kritisch wird es, wenn Leute abspringen, die eigentlich anfragen wollten.

Above the Fold

Der Bereich, der ohne Scrollen sichtbar ist. Der Name stammt vom Zeitungsfalz. Hier muss in wenigen Sekunden klar werden: Wer bist du, was bietest du, was soll ich tun? Alles Weitere darf darunter liegen.

A/B-Test

Zwei Varianten einer Seite laufen parallel, die bessere gewinnt. Klingt wissenschaftlich, braucht aber ordentlich Besucherzahlen, damit das Ergebnis etwas aussagt. Für kleine Websites meist Overkill. Da bringt gesunder Menschenverstand plus Kundenfeedback mehr.

Responsive Design

Die Website passt sich jeder Bildschirmgröße an, vom Handy bis zum großen Monitor. Das ist heute kein Extra mehr, sondern Grundvoraussetzung: Bei den meisten Websites kommt inzwischen der Großteil der Besucher mobil.

Werbung & Inhalte

Content-Marketing

Sichtbarkeit über nützliche Inhalte statt über Werbung: Ratgeber, Blogartikel, Anleitungen. Funktioniert, wenn die Inhalte echte Fragen beantworten. Dieses Glossar hier ist, zugegeben, selbst ein Beispiel dafür.

Copywriting Werbetexten

Texte, die zu einer Handlung führen sollen, von der Überschrift bis zum Button. Die Kunst dabei: Gute Werbetexte klingen nicht nach Werbung, sondern nach jemandem, der versteht, wo es hakt.

Performance-Marketing

Bezahlte Werbung mit messbarem Ergebnis: Google Ads, Social-Media-Anzeigen. Die Stärke: schnell und bezifferbar. Die Schwäche: Es hört auf zu wirken, sobald du aufhörst zu zahlen. Ein organisches Fundament ersetzt es nicht.

SEA Suchmaschinenwerbung

Search Engine Advertising: bezahlte Anzeigen in den Suchergebnissen, in der Regel Google Ads. Das Gegenstück zu SEO. SEA wirkt sofort und hört sofort auf, SEO braucht Monate und bleibt. Wer beides gegeneinander ausspielt, vergleicht Miete mit Eigentum.

CTR Klickrate

Click-Through-Rate: der Anteil der Einblendungen, aus denen ein Klick wird. Gilt für Anzeigen wie für Suchergebnisse. Nützlich als Diagnose: Wenn deine Seite oft erscheint, aber selten geklickt wird, liegt es meist an Titel und Beschreibung, nicht am Inhalt der Seite.

CPC Klickpreis

Cost per Click: was dich ein einzelner Klick auf eine Anzeige kostet. Der Preis entsteht in einer Auktion und schwankt je nach Suchbegriff stark. Umkämpfte Begriffe kosten ein Vielfaches von Nischenbegriffen, deshalb sind unspektakuläre Longtail-Suchen für kleine Budgets oft die bessere Wahl.

Retargeting Remarketing

Werbung, die Besucher deiner Website später auf anderen Seiten wieder einholt („Verfolgt dich der Schuh auch überall hin?“). Technisch braucht das Tracking über Dienste wie Google oder Meta und damit eine Einwilligung deiner Besucher, sprich: ein Cookie-Banner.

Organische vs. bezahlte Reichweite

Organisch heißt: Du wirst gefunden oder weiterempfohlen, ohne dafür zu zahlen: über SEO, Inhalte, Mundpropaganda. Bezahlt heißt: Anzeigen. Bezahlte Reichweite ist gemietet, organische gehört dir. Gesund ist meist eine Mischung, mit organischem Fundament.

Und jetzt?

Merk dir die Seite, nicht die Begriffe. Beim nächsten Angebot oder Agentur-Gespräch klappst du einfach auf, was unklar ist. Und wenn du das lieber jemandem überlässt, der damit täglich arbeitet: Beim Webdesign übersetze ich Zielgruppe, Conversion und SEO in eine Website, die einfach funktioniert, ganz ohne dass du die Vokabeln lernen musst.

Häufige Fragen

Muss ich als Selbstständiger alle diese Begriffe kennen?

Nein. Es reicht, sie nachschlagen zu können. Wichtig werden sie, wenn du Angebote vergleichst oder mit Agenturen sprichst. Dann merkst du schnell, ob hinter großen Worten Substanz steckt.

Was bedeuten die Abkürzungen USP, KPI, CTA, CTR und CPC?

USP steht für Unique Selling Proposition, also das Alleinstellungsmerkmal. KPI ist der Key Performance Indicator, die Kennzahl, an der du Erfolg festmachst. CTA meint den Call to Action, die Handlungsaufforderung. CTR ist die Click-Through-Rate, der Anteil der Einblendungen, aus denen ein Klick wird. CPC steht für Cost per Click, den Preis eines Anzeigenklicks.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und SEA?

SEO bedeutet, ohne Bezahlung in den Suchergebnissen gefunden zu werden. SEA sind bezahlte Anzeigen in derselben Suche. SEA wirkt sofort und hört sofort auf, wenn du nicht mehr zahlst. SEO braucht Monate, bleibt dafür.

Was ist der Unterschied zwischen Branding und Corporate Design?

Corporate Design ist das sichtbare Erscheinungsbild: Farben, Schriften, Logo. Branding ist der größere Prozess, eine Marke aufzubauen. Dazu gehören auch Tonfall, Haltung und der Ruf, den du dir über Zeit erarbeitest.

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