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Website-Texte mit KI: was sie kann und was sie nicht weiß

KI schreibt in Minuten den Text, den dein Wettbewerber auch bekommt. Was sie wirklich gut kann, was ihr zwangsläufig fehlt und wie du das Material sammelst, das den Unterschied macht.

„Maßgeschneiderte Lösungen für Ihren Erfolg.“ Diesen Satz schreibt kein Mensch freiwillig, und er steht trotzdem auf tausend Seiten. Er ist grammatikalisch einwandfrei, höflich, und er sagt nichts.

Genau solche Sätze bekommst du, wenn du eine KI ohne Vorbereitung nach Website-Texten fragst. Nicht weil sie schlecht schreibt, sondern weil ein Sprachmodell das kennt, was oft genug im Netz steht, und nichts von dem, was nur du weißt. Es liefert zuverlässig den Text, den dein Wettbewerber auch bekommt. Brauchbar wird er erst durch Material, an das kein Modell herankommt, und das liegt in deinem Postfach und in deiner Preisliste.

Was KI bei Website-Texten wirklich gut kann

Kürzen.

Wirf 400 Wörter hinein und lass sie auf 150 bringen. Was dabei verschwindet, war meistens Anlauf.

Struktur vorschlagen.

Welche Abschnitte braucht eine Leistungsseite, in welcher Reihenfolge? Darauf antwortet ein Modell solide, weil es tausend solcher Seiten gesehen hat.

Widerspruch auslösen.

Lass dir zehn Überschriften zu derselben Seite geben und streich die neun, bei denen du zusammenzuckst. Was dich an der letzten noch stört, ist meist der Satz, der hingehört.

Fragen stellen.

Lass dir die zwanzig Fragen nennen, die ein Interessent zu deinem Angebot hätte. Daraus wird eine FAQ, die wirklich jemanden interessiert.

In keinem dieser vier Fälle schreibt die KI deinen Text. Sie macht handhabbar, was schon da ist.

Was ein Modell nie von selbst mitbringt

Vier Sachen fehlen ihm, solange du sie nicht lieferst, und es sind ausgerechnet die vier, die einen Text unverwechselbar machen:

  • deine Preise und was in ihnen drin ist
  • warum Kunden tatsächlich bei dir kaufen, nicht warum du glaubst, dass sie es tun
  • die Wörter, die deine Kunden selbst benutzen, wenn sie dich anrufen
  • der Auftrag, der schiefging, und wie du ihn geradegezogen hast

Ohne dieses Material füllt das Modell die Lücken mit dem Durchschnitt aus seinen Trainingsdaten. Daher der Satz vom Anfang, und daher „langjährige Erfahrung“ und „höchste Qualität“. Nicht weil die KI schlecht wäre, sondern weil sie mangels Information den Mittelwert ausgibt. Was sie beim Bauen der Seite selbst kann und wo sie zuverlässig danebenliegt, steht im Beitrag über Websites, die mit KI entstehen.

Der Fehler, der Sichtbarkeit kostet

Zuerst die Entwarnung: KI-Text ist bei Google nicht verboten. Google hat im Februar 2023 im Search-Central-Blog klargestellt, dass es auf die Qualität eines Inhalts ankommt und nicht darauf, wie er entstanden ist, und dass dieser Maßstab schon seit Jahren gilt. Als Spam zählen Inhalte, die vor allem dazu da sind, Rankings zu manipulieren. Ein sorgfältig gearbeiteter Text fällt nicht darunter, auch wenn ein Modell beim Entwurf geholfen hat.

Das eigentliche Problem ist praktischer Natur. Austauschbarer Text enthält die konkreten Begriffe nicht, nach denen wirklich gesucht wird. Er redet über „individuelle Konzepte“, während jemand „Dachrinne reinigen Leipzig“ eintippt. Daran scheitert die Sichtbarkeit, und zwar ohne jede Strafe: Kommt der Begriff auf deiner Seite nicht vor, hat Google keinen Grund, dich dafür zu zeigen. Das ist der vierte Schritt in der Diagnose, warum Google eine Homepage nicht findet, und dahinter steckt die Frage nach der Suchintention: Was will jemand eigentlich wissen, der so tippt?

Rohmaterial sammeln, bevor du promptest

Bevor du irgendein Tool öffnest, sammelst du fünf Dinge: die letzten fünf Anfragen im Originalwortlaut, die drei Fragen, die du am Telefon jedes Mal beantwortest, deine Preise oder wenigstens die Spannen, einen Auftrag, der kompliziert war, und die Leistungen, die du bewusst nicht anbietest. Der letzte Punkt klingt seltsam und wirkt trotzdem: Eine klare Grenze schafft Vertrauen, weil sie zeigt, dass du dein Feld kennst.

Dieses Material gibst du dem Modell mit und bittest es, daraus zu strukturieren und zu kürzen, nicht zu erfinden. Der Unterschied im Ergebnis ist nach meiner Erfahrung größer als jeder Prompt-Trick. Wie du aus demselben Material ohne KI schreibst, steht in der Anleitung zu Website-Texten, die du selbst schreibst.

Der Test, der über jeden Absatz entscheidet

Nimm einen fertigen Absatz und setz den Namen deines schärfsten Wettbewerbers darüber. Wird der Absatz dadurch falsch? Wenn nein, beschreibt er die Branche und nicht dich.

Der Test gilt für alles, was dich beschreibt, nicht für Leistungs- und Ortsangaben. Dass du Dachrinnen in Leipzig reinigst, darf ruhig auch für den Nachbarbetrieb stimmen; das ist die Auskunft, die jemand sucht. Wertlos wird es dort, wo du erklärst, warum ausgerechnet du.

Die Gegenprobe ist genauso schnell: Steht in dem Absatz eine Zahl, ein Ort, ein Name, eine Frist oder ein konkreter Fall? Wenn in einem ganzen Textblock nichts davon vorkommt, hat niemand Material geliefert, und das Modell hat die Lücke gefüllt.

Wo ich KI einsetze und wo nicht

Ich arbeite selbst mit KI, das steht offen auf meiner Angebotsseite, und sie ist der Grund für mein Tempo. Sie hilft mir beim Strukturieren, beim Kürzen und beim Durchspielen von Varianten. Was ich nicht mit ihr mache, sind die Sätze, in denen steht, was ein Kunde bekommt und was es kostet.

In meinem Briefing kommst du an einer Frage nicht vorbei: was dich von anderen unterscheidet. Aus dieser Antwort entstehen Headline, Claim und Tonalität der Seite. Bleibt sie dünn, frage ich nach, statt das Modell die Lücke füllen zu lassen. Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob am Ende deine Seite dasteht oder die Seite deiner Branche.

Wenn du die Sammelarbeit von oben nicht selbst machen willst, ist das ein legitimer Grund, die Texte abzugeben. Bei meinen Webdesign-Projekten führt das Briefing dich durch genau diese Fragen, und ich arbeite die Texte daraus aus. Nur ersetzen kann ich deine Antworten nicht, so wenig wie eine Maschine es kann.

Häufige Fragen

Bestraft Google Texte, die mit KI geschrieben wurden?

Nein. Google hat im Februar 2023 im Search-Central-Blog festgehalten, dass es auf die Qualität eines Inhalts ankommt und nicht darauf, wie er entstanden ist. Als Spam gelten Inhalte, die vor allem Rankings manipulieren sollen, unabhängig davon, ob Mensch oder Maschine sie verfasst hat.

Woran erkenne ich, dass ein Text nach KI klingt?

Weniger am Stil als am fehlenden Bezug: keine Zahl, kein Ort, kein Name, keine Frist. Dazu die gleichmäßige Machart, gern Dreierreihen und Absätze, die alle gleich lang sind. Ein Text von jemandem, der die Arbeit selbst macht, ist ungleichmäßig, weil manche Dinge mehr zu erzählen haben als andere.

Welches Material braucht die KI von mir?

Die Formulierungen aus echten Kundenanfragen, die Fragen, die du am Telefon immer beantwortest, deine Preise oder Preisspannen, einen schwierigen Fall und die Leistungen, die du bewusst nicht anbietest.

Kann ich meine ganze Website von KI texten lassen?

Technisch ja, sinnvoll nur bei den Seiten ohne eigenes Wissen, etwa Anfahrt oder Übersichtsseiten. Bei allem, was dein Angebot, deine Preise und deine Arbeitsweise beschreibt, fehlt dem Modell die Information. Diese Seiten schreibst du selbst oder lieferst das Material dafür.

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